Die Orthopädie (v. griech. ὀρϑός „aufrecht“ und παιδεύειν „erziehen“) befasst sich mit der Entstehung, Verhütung, Erkennung und Behandlung angeborener oder erworbener Form- oder Funktionsfehler des Stütz- und Bewegungsapparates, also der Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen sowie mit der Rehabilitation des Patienten.
Grundsätzlich können Schmerzen, trotz Wahrnehmung an der Körperoberfläche, nicht nur vom Bewegungsapparat, sondern auch von inneren Organen kommen. Im Sinne einer Ausschlussdiagnostik lässt man zunächst die inneren Organe als Schmerzquelle unberücksichtigt und geht vorläufig von der Annahme aus, dass der Bewegungsapparat für die Schmerzen verantwortlich ist.
Basierend auf dieser Hypothese, kommen dann für den Bewegungsapparat nur drei mögliche Ursachen in Frage:
GELENKE
mit umgebenden Bindegewebsstrukturen
MUSKULATUR
NERVENSTRUKTUREN
Ziel aller Untersuchungsschritte ist es festzustellen, welche der genannten Strukturen zum Untersuchungszeitpunkt hauptverantwortlich für die Schmerzauslösung ist.
Die differentialdiagnostische Auswertung aller Informationen aus mehreren Untersuchungsschritten führt zunächst zu einer Verdachtsdiagnose, deren Richtigkeit durch das Ergebnis der nun folgenden Probebehandlung noch bestätigt werden muss.
Alle Folgebehandlungen haben immer auch einen diagnostischen Charakter, um sicher zu stellen, dass der begonnene Behandlungsweg vom "Ist-Zustand" auch zum angestrebten "Soll-Zustand" führt.