Die Neurologie ist die Lehre von den Erkrankungen des Nervensystems. Die Grenze zur Psychiatrie ist teilweise fließend. In Deutschland ist die Neurologie als ein Teilgebiet aus der Inneren Medizin hervorgegangen. Die Organsysteme, die in der Neurologie Berücksichtigung finden, sind das Zentralnervensystem, also Gehirn und Rückenmark und deren Umgebungsstrukturen und blutversorgende Gefäße sowie das periphere Nervensystem einschließlich dessen Verbindungsstrukturen mit den Muskeln sowie die Muskulatur.
Menschen mit neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen des zentralen und peripheren Nervensystems die in ihrer Bewegungsfähigkeit und somit in ihren Alltagsaktivitäten eingeschränkt sind, können diese durch spezialisierte physiotherapeutische Behandlung (Neurophysiotherapie) verbessern.
NeurophysiotherapeutInnen eignen sich nach dem Basisstudium für Physiotherapie spezielles therapeutisches Fachwissen sowie praktische Fähigkeiten im Fachgebiet Neurologie an.
Dazu zählen Zusatzausbildungen in neurophysiologischen Behandlungsmethoden wie Bobath, PNF, Vojta (von mindestens 150 Unterrichtseinheiten) an, um diesen Patienten bestmöglich helfen zu können.
Die Kenntnis von neuropsychologischen Problemen (z.B. Gedächtnisprobleme, Sprachstörungen,...) wird in die Behandlung integriert.